Donnerstag, 20. Februar 2014

Auswertung Teil 2 Punkt 1

Nachdem ihr in diesem Post den ersten Teil meiner qualitativen Auswertung lesen könnt, erfolgt nun ein Post zur Auswertung des Quantitativen Teils. Zur besseren Übersicht und zwecks Nachvollziebarkeit, gehe ich erst auf die allgemeinen Ziele von Zeitungen in Social Media ein, einer Frage der das Hauptinteresse meiner Forschung gilt. Danach möchte ich aber ein weniger in die Tiefe gehen und die Ergebnisse meiner Untersuchung zu den angestrebten Kommunikationsprozesse und Zielen der überregionalen und regionalen Zeitungen im Einzelnen betrachten, sowie darauf eingehen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es gibt.

Auswertung Teil 2 Punkt 1: Quantitativer Teil - Zeitungen allgemein!

Einige Hinweise zur Auswertung vorab:
In meinem Beitrag zu meinem Forschungsleitenden Modell habe ich euch bereits vorgestellt welche Ziele und Zwecke Grundlage meiner Forschung sind. Da dies recht viele einzelne Punkte sind, habe ich diese zusammengefasst zu Überkapiteln. Die Vorstellung der Ergebnisse erfolgt daher erst anhand der Überkapitel, um einen generellen Überblick zu erhalten und anschließend wird auf die einzelnen Punkte konkreter eingegangen.
Damit ihr meine Auswertung versteht noch vorab eine Erklärung zu den Zahlen: Bei meinem Fragebogen wurden die Interviewpartner gebeten, in einer Skala von 1-5 einzuschätzen, ob das genannte Ziel angestrebt wird oder kein Ziel ist. Dabei wurde folgende Unterteilung vorgenommen:
0= keine Angabe/ weiß nicht; 1= kein Ziel; 2= eher kein Ziel; 3= Weder noch; 4= eher Ziel; 5= Ziel.
Auf keine der Fragen wurde keine Antwort bzw. keine Angabe/weiß nicht gewählt, weshalb die 0 auch bei keinem der Ergebnisse miteinberechnet wurde.

Ziele und Kommunikationsabsichten von Zeitungen

Ausgewertet nach Kategorien

 

Abbildung 1: Ergebnisse meiner Untersuchung: Ziele von Zeitungen in Social Media - allgemein, nach Kategorien
Damit ihr nicht ständig zwischen meinem alten Post und diesem hier hin und herschalten müsst, um zu wissen, welche Kategorien welche Ziele und Kommunikationsprozesse beinhalten, sind die Kategorien in diesem Diagramm zur besseren Sichtbarkeit eingekästelt und in Klammer dahinter stehen zugeordnete Zielabsichten.


Wie man gut erkennen kann, gibt es ein Topziel, sowie ein offensichtliches Nicht-Ziel. Das Hauptziel der Social Media-Nutzung von Zeitungen im Allgemeinen ist daher die generelle Steigerung der Reichweite. Hierzu zählen Reichweitensteigerung, virale Effekte, Verbesserung des Suchmaschinenranking, Crossmediale Präsenz, Erhöhung der Besucherzahlen auf der Unternehmenswebseite und die Steigerung der Markenbekanntheit. Dicht gefolgt von dem Ziel personalisierte Inhalte und eine zielgruppengenaue Ansprache zu bieten, sowie als Informationsquelle für eigene Themen. Kein Ziel dahingegen ist die Marktforschung beziehungsweise Social Media Monitoring.
Zur besseren Übersicht das Ranking, sortiert nach Wichtigkeit der Ziele:

  1. Reichweite
  2. Personalisierung Inhalte & Informationsquelle für die Zeitung
  3. Marketing
  4. Kundenbeziehungsmanagement (ohne "ablösen Feedbackkanäle"!**)
  5. PR
  6. Produkte
  7. Marktforschung 
> Punkt 1 bis 4 sind " eher Ziel" (Wertungen: 3,56 - 4,23)
> Punkt  5 und 6 sind "weder noch"(Wertungen: 2,93 - 2,5)
> Punkt 7 ist "eher kein Ziel" (Wertung: 2,20)

**= Bei Kundenbeziehungsmanagement wurde das Ablösen der Feedbackkanäle nicht in die Wertung einbezogen, da es dem Beziehungsmanagement nicht zuträglich wäre alte Feedbackkanäle abzulösen. Eine Umkehrung (also positive Wertung, wenn es kein Ziel ist) wurde ausgelassen, da es als Variable angesehen wird, die nicht direkt zuordnungsbar erscheint und dieses Vogehen und Umkehrschlüsse an sich auch nicht immer hunderprozentig korrekt sind. Zum besseren Verständnis: Jeder Dalmatiner ist ein Hund, aber nicht jeder Hund ist ein Dalmatiner. Damit meine ich, ich kann nicht einfach von a auf b schließen, weshalb ich, um Verfälschungen zu vermeiden, das Ablösen der Feedbackkanäle in der kategorischen Auswertung außen vor lasse.

Ausgewertet nach einzelnen Zielen und angestrebten Kommunikationsprozessen


Abbildung 2: Ergebnisse meiner Untersuchung: Ziele von Zeitungen in Social Media - allgemein, nach einzelen Zielen
Wie das Diagramm schön zeigt gibt es wieder zwei eindeutige Topziele und ein eindeutiges Nicht-Ziel. Die Topziele gehören zu der Top-Kategorie nämlich Reichweitensteigerng und virale Effekte nutzen. Ein eindeutiges Nicht-Ziel ist die Ablösung von Feedbackkanälen durch Social Media. Ebenso ist die Marktforschung erneut kein angestrebtes Ziel der Social Media-Nutzung von Zeitungen. Stattdessen ist es eher ein Ziel die Markenbekanntheit zu steigern und eine Crossmedia Präsenz aufzubauen.

Zur besseren Übersicht, hier wieder das Ranking.

  1. Reichweitensteigerung & Virale Effekte
  2. Markenbekanntheit steigern 
  3. Crossmedia Präsenz
  4. Zielgruppengenaue Ansprache & Informationsquelle für eigene Nachrichten
  5. Suchmaschinenranking verbessern, Besucherzahlen eigene Webseite/Portal erhöhen, neue Kunden gewinnen, Kundenbeziehungen pflegen & Feedbackkanäle ergänzen
  6. Informationen zu Kundenpräferenzen, Marketing & Image verbessern
  7. Öffentlichkeitsarbeit & Produktwerbung
  8. neue Vertriebswege
  9. Zusatzinformationen für Kunden bieten
  10. Produktentwicklung
  11. Marktforschung
  12. bisherige Feedbackkanäle ablösen
> Punkt 1 und 2 sind "Ziele" (Wertungen: 4,6)
> Punkt 3 bis 6 sind "eher Ziele"(Wertungen:  3,6 - 4,4)
> Punkt 7 bis 9 sind "weder noch" (Wertungen: 2,8 - 3,4)
>
Punkt 7 bis 12 sind "eher kein Ziel" (Wertung: 1,6 - 2,40)
Ziele:
Auch an diesem Punkt wird, wie am Diagramm zu vor deutlich, den Unternehmen ist die Reichweitensteigerung mit zugehörigen Punkten wie virale Effekte nutzen, Markenbekanntheit steigern, besseres Suchmaschinenranking, mehr besucher auf unternehmenseigener Webseite und die Pflege bestehender und Gewinnung neuer Kundenbeziehungen am wichtigsten. Unternehmen sind nicht etwa in Social Media tätig, um neue Produkte zu entwickeln, Martkforschung zu betreiben oder neue Vertriebswege zu erschließen.

Überraschend:
Ein Punkt der mich persönlich überrascht ist, dass Social Media nicht gezielt dazu genutzt wird, dem Kunden zusätzliche Informationen zu bieten. Gerade in Social Media bietet sich dies doch an, zumal es ein toller Mehrwert für die Leser wäre. Aber wahrscheinlich wäre dies ungerecht den Printlesern gegenüber - da die im Gegensatz zu den Social-Media-Lesern - für ihre Produkte Geld bezahlen. Daher würde den zahlenden Kunden eher ein Mehrwert zustehen. Zudem ist es problematisch, wenn einige der Print-Leser überhaupt kein Social-Media nutzen und sie dadurch in gewisser Weise benachteiligt werden würden.

Zunächst verwunderlich:
Ein Punkt der für mich auch überraschend war, ist die Wertung von "ablösen bisheriger Feedbackkanäle". Insgesamt wird dieser Punkt mit 1,6 bewertet, das heißt er befindet sich zwischen "kein Ziel" und "eher kein Ziel". Man mag eigentlich meinen, dass dies kein Ziel der Zeitungen ist, da Leser die kein Social Media nutzen, nur die Möglichkeit haben auf bisherige Feedbackkanäle zurückzugreifen. Daher war ich erst ein wenig erschrocken, dass manche Zeitungen dies nur als "eher nicht" einstufen. Die Erklärung vermag aber wahrscheinlich recht einfach sein: Kommunikation und ein Dialog ist über Social Media viel einfacher und schneller und daher auch besser für die Arbeit der Zeitungen. Zudem ist es für die Kunden bequemer eine Privatnachricht auf Facebook zu schicken, als einen Leserbrief zu schreiben und per Post zu schicken oder anzurufen. Die Ablösung der Feedbackkanäle ist daher zwar kein direktes Ziel, bringt die ansatzweise Verdrängung der bisherigen Feedbackkanäle mit sich. Die Zeitungen finden dies unter Umständen nicht weiter dramatisch, da wie beschrieben es auch für ihre Arbeit teilweise vorteilhafter ist, und sind nicht absolut gegen dieses Ziel. Es wird daher nicht aktiv angestrebt, aber auch nicht absolut aktiv abgelehnt.

Verschiedene Kanäle auf Social Media:
Ein weitere Punkt der den Zeitungen in Social Media sehr wichtig ist, ist die Zielgruppengenau ansprache. Anschließend an Kommentare von Nils und Chris zu meinem Post in dem ich zur Abstimmung über den letzten Untersuchungsgegenstand aufgerufen habe, kam bei den Interviews heraus, dass dieser Punkt den Zeitungen sehr wichtig ist. Mit der Aufteilung in verschieden Kanäle, beispielsweise in Allgemein, Sport, Wirtschaft, Politik, etc. können zielgruppen unter anderem auch gezielt angesprochen werden. Verknüpft mit der qualitativen Erhebung ( eine Ausführung zur Verknüpfung erfolgt ausführlich noch in einem späteren Post) zeigt sich auch, dass die Social Media-Kanäle im Allgemeinen bereits dazu dienen andere Zielgruppen anzusprechen, vor allem jüngere Leser. Social Media bietet sich daher relativ gut für eine zielgruppenspezifische und ansatzweise personalisierte Ansprache an.

Informationsquelle:
Interessant fand ich auch, dass einer der wichtigsten angestrebten Ziele ist, Social Media für die eigene Arbeit bei der Zeitung als Informationsquelle zu nutzen. Wie genau das funktioniert, der kann sich das in diesem Video (erster Social Media-Redakteur) anschauen. Genauer darauf eingehen möchte ich dann im überregional/regional-Auswertungsteil.

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Damit die Posts nicht unendlich lang werden, habe ich beschlossen meine Auswertung Teil 2 der quantitativen Daten in zwei Posts zu packen. Punkt 1 war dieser Post, die allgemeine Auswertung der Interviews der Zeitungen, Punkt 2 folgt so gleich: Die Auswertung nach Verbreitungsart - Überregional und Regioanl - und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ziele und angestrebten Kommunikationsprozesse in Social Media.

----> Hier ist Auswertung Teil 2 Punkt 2!

Mittwoch, 19. Februar 2014

Auswertung Teil 1

Hallöchen lieber Blogger und Blog-Leser!
Endlich ist es soweit und mein Blog erreicht seinen Höhepunkt: Die Auswertung steht an! Nochmal zur Info: Fünf der sechs kontaktierten Zeitungen haben mir einen ausgefüllten Fragebogen zurückgesendet. Alle wichtigen Fragen wurden beantwortet. Meine Auswertung wird aber allgemein beziehungsweise aufgeteilt nach überregional und regional erfolgen, da die Zeitungen zum Teil Anonymität gewünscht haben und ich diesen Wunsch bedingungslos beachten werde. Daher werde ich auch nicht nennen, welche der Zeitungen das Interview nicht beantwortet hat. Da mein Forschungsziel ohnehin angestrebte Kommunikationsprozesse und Ziele von Zeitungen in Social Media sind, stellt dies kein Problem dar. Zudem sind die Ergebnisse für sich schon interessant genug!
Um es für Euch und auch für mich einfacher und Übersichtlicher zu gestalten, habe ich mich dazu entschlossen in einzelnen Schritten vorzugehen, die sich an meinem Leitfaden orientieren.

Auswertung Teil 1 - beschäftigt sich mit den freien Antworten, dem qualitativen Teil meiner Erhebung.
Auswertung Teil 2 - hier geht es den quantitativen Daten an den Kragen. Im Vergleich zu der qualitativen Auswertung wird dieser Teil um einiges länger, da zunächst allgemeine Ergebnisse, sowie die Unterscheidung zwischen Überregionalen- und Regionalen Zeitungen vorgenommen werden soll. Außerdem Differenziere ich noch einmal zwischen einzeln abgefragten Zielen und Absichten und betrachte diese dann auch noch in meinen zusammengefassten Kapitel, welche ihr in meinem forschungsleitenden Modell nochmal nachlesen könnt.
Auswertung Teil 3 - soll dann nochmal schauen ob es Zusammenhänge gibt zwischen diversen Faktoren und Zielen. Dieser Teil ist aber nicht meine Forschungsabsicht sondern eher ein Extrabereich, den ich aus eigenem Interesse behandeln möchte.
Fazit - Zu jeder guten Forschungsarbeit gehört ein Fazit: Hier werde ich die wichtigsten Ergebnisse noch einmal übersichtlich zusammenfassen!

Und dann haben wir es auch schon geschafft ;)

Nun zu den wirlich interessanten Dingen: 

Auswertung Teil 1: Qualitativer Teil!


Zunächst stelle ich die Ergebnisse von regionalen und überregionalen Zeitungen vor, woraufhin ich abschließend eine allgemeine Zusammenfassung machen werde. 
Zur den Interviewantworten: Die Länge der Antworten im qualitativen Teil war sehr unterschiedlich. Zum Teil gab es sehr knappe Aufzählungen, bei anderen wiederrum gab es sehr ausführliche und erklärende Antworten. Dabei konnte kein Unterschied nach Verbreitungsgebiet der Zeitungen festgestellt werden. Wichtig hierbei zu beachten, die Länge der Antworten hat keinen Einfluss auf die Qualität der Antworten.

Überregionale Zeitungen: 
a) Gründe, Ziele, Zwecke, angestrebte Kommunikationsprozesse der Social Media-Nutzung:
Bei den Überregionalen Zeitungen wird im freien Antwort-Teil ganz klar der Kunde beziehungsweise Leser als Mittelpunkt genannt. Social Media bietet den Zeitungen und Lesern ganz andere Möglichkeiten der Kommunikation und Interaktion. Die Zeitungen möchten einen Dialog mit den Lesern eingehen und Feedbackkanäle anbieten. Diese Möglichkeit wird als Vorteil gesehen, da Hinweise auf Fehler, Lob, Kritik, Ideen und Inspirationen zu Themen schnell und einfach vom Leser übermittelt werden können und die Social-Media-Zuständigen der Zeitung schnell und direkt auf Fragen antworten und Anregungen weiterleiten können.
Die Zeitungen haben laut eigener Aussagen im Interview zum Teil gar nicht die Möglichkeit nicht in Social Media aktiv zu sein, da sich dort die Leserschaft aktiv aufhält. Zum einen bringt dies die Beschriebene Möglichkeit des Feedbacks mit sich, zum anderen kann dadurch aber auch eine zielgruppengenaue Ansprache erfolgen, neue Leser gewonnen werden und ergo auch die Reichweite erhöht werden. Zum Teil interessieren auch die Leserinteressen und virale Effekte, wodurch Artikel weiter gestreut werden.
b) Ziele der diversen Social Media-Präsenzen und Veränderungen im Laufe der Zeit:
Die Kommunikation erfolgt an die verschiedenen Möglichkeiten der sozialen Netzwerke angepasst, die Ziele unterscheiden sich aber nicht und haben sich auch seit Beginn der Social Media-Nutzung nicht wissentlich geändert.

Regionale Zeitungen:
a) Gründe, Ziele, Zwecke, angestrebte Kommunikationsprozesse der Social Media-Nutzung:
Bei den regionalen Zeitungen stehen zwei Punkte auf dem vordersten Rang: Zum einen die Bidirektionale Komunikation und zum anderen die Steigerung der Reichweite von Meldungen. Anknüpfend daran wird versucht eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Den Antworten der Interviews nach gelingt dies gut, da mit verschiedenen Produkten (Print, eigenes Portal, E-Paper und Social Media-Präsenz) unterschiedliche Nutzerkreise angesprochen werden können.
Eine Vermutung meinerseits, wieso bei den freien Antworten die Steigerung der Reichweite der Meldungen und nicht der allgemeinen Reichweite, beziehungsweise auch die Backlinks auf das eigene Portal im Vordergrund stehen ist die Folgende: Gerade die viralen Effekte die mit Social Media erzielt werden können sind für regionale Zeitungen gut und wichtig, da Ereignisse in der Region oder in der eingenen Stadt für die Leser sehr spannend und interessant sind und unter Umständen auch eher geteilt und weiterverbreitet werden.
b) Ziele der diversen Social Media-Präsenzen und Veränderungen im Laufe der Zeit:
Mit den unterschiedlichen Social Media-Präsenzen werden keine unterschiedlichen Ziele angestrebt. Zum Teil werden Twittermeldungen auch aus Facebook-posts generiert. Die Ziele haben sich im Großen und Ganzen nicht geändert. Nur eine der Zeitungen äußert, dass Social Media vorher als "Linkschleuder" genutzt wurde, nun aber mehr Transparenz und Partizipation im Vordergrund steht.

Allgemein
Die wichtigsten Fakts zusammengefasst:
a) Gründe, Ziele, Zwecke, angestrebte Kommunikationsprozesse der Social Media-Nutzung: 
  • Leser: bidirektional -> Dialog, Interaktion, Feedback. 
    • untergeordnete Ziele, die damit einhergehen: Inspiration zu Themen und Infos zu Interessen der Leser 
  • Zielgruppe: zielgruppengenaue Ansprache, jüngere Zielgruppen ansprechen
  • Reichweite: neue Leser gewinnen - Zielgruppe erweitern, Meldungen weiter streuen - virale Effekte, Backlinks zu eigenem Portal
 Kaum Unterschiede zwischen regional und überregionalen Zeitungen.

b) Ziele der diversen Social Media-Präsenzen und Veränderungen im Laufe der Zeit:
  • Ziele auf Social Media-Präsenzen gleich. Kommunikation aber an Möglichkeiten der Plattformen angepasst (Beispiel: Twitter - Facebook: Anzahl Zeichen pro Beitrag, Möglichkeit für Privatnachrichten)
  • Seit Start der Nutzung der Plattformen keine wissentliche Änderung der Ziele und angestrebten Kommunikationsprozesse. Ausnahme eine Zeitung: Von Links verbreiten zu Partizipation und Transparenz.
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Soweit so gut. Die quantitative Auswertung des zweiten Teils der Befragung folgt im nächsten Beitrag. Vorab als Info um ein bisschen Spannung aufzubauen: Darin wird deutlich ob und welche Unterschiede es gibt! Lest also unbedingt in meine Auswertung Teil 2 rein!

Grüße,
Lisa

Dienstag, 18. Februar 2014

kurze Info zum Zwischenstand

Hallo meine Lieben, 
mit diesem Post möchte ich euch auf den neuesten Stand bringen!
Gestern (17.02.2014) war die Deadline für meine Interviews.  

Ihr seid jetzt sicher gespannt wie die Rücklaufquote ist? 
Ich muss sagen, ich war extrem positiv überrascht und freue mich sehr:  
Fünf der Sechs kontaktierten Zeitungen, haben mir mein schriftliches Interview ausgefüllt und zurückgesendet!!  

Da ich den Zeitungen soweit wie möglich Anonymität gewähren möchte, werde ich an dieser und auch an keiner anderen Stelle nennen, welche der Zeitungen, mir nicht Rede und Antwort gestanden hat. Ich hoffe ihr habt dafür Verständnis. Dennoch werde ich eine Unterscheidung zwischen überregionalen und regionalen Zeitungen bei meiner Auswertung thematisieren und mir natürlich auch das Gesamtbild ansehen.

Kurz zu den ausgefüllten Interviews noch: 
Sowohl der erste freie Teil wurde von allen ausgefüllt, als auch der zweite Teil, bei welchem ich einige Ziele und Zwecke konkreter abgefragt habe. Einzig und allein die Spalte, in der die Entscheidung zur Einschätzung einzelner Faktoren begründet werden konnte (nicht musste), wurde von - sofern ich das beim ersten Überblick richtig erfasst habe - keinem ausgefüllt. Das ist zwar sehr schade, aber verständlich. Einerseits mag der Zeitmangel dafür ausschlaggebend sein, andererseits auch meine eigene Formulierung in Form einer Bitte, anstatt Anweisung. Und zu guter letzt, und das ist meiner Meinung nach der wichtigste Punkt, ist es sehr schwer manche Entscheidungen oder Handlungsweisen zu begründen, oftmals geschehen Dinge instiktiv, gefühlsmäßig oder unterbewusst, oder die Dinge sind einfach so wie sie sind. Jeder von Euch stand bestimmt schon mal an dem Punkt, dass Vorgehensweisen oder Neigungen nicht einfach so begründet werden konnten. Falls ihr das nicht nachvollziehen könnt, stellt euch mal ein Kind vor, welches die ganze Zeit fragt: Warum? 

Da das Ziel meiner Forschung ist, die Ziele und Zwecke der Social Media-Nutzung von Zeitungen herauszufinden, kann ich die Gründe der Zeitungen, weshalb sie sich für jenes und nicht für ein anderes Ziel entschieden haben getrost weglassen (wenn auch dieser Aspekt sehr interessant gewesen wäre).

>>>>>>
In den nächsten Tagen mache ich mich an die qualitative und quantitative Auswertung der Interviews. Ich bin schon sehr gespannt was am Ende rauskommt!! 
Ich melde mich mit einem Auswertungspost zurück, sobald ich soweit bin;) 
Grüße! 
>>>>>>

Donnerstag, 6. Februar 2014

...Ich werde Blogger Teil 5: Pinterest & Co

Hallo meine Lieben,
wie ihr anhand meiner letzten Einträge sehen könnt, habe ich mal wieder ein paar Dinge ausprobiert. Obwohl meine "Versuchsobjekte" bei weitem nichts neues sind, eher im Gegenteil sogar, sind sie für mich völliges Neuland gewesen und ich konnte feststellen, wie blöd man sich anfang anstellen kann ;)
Damit ihr von den, ich nenne es jetzt mal Tools, auch mal was gehört habt, werde ich sie euch jetzt einmal im einzelnen vorstellen und dem ein oder anderen auch eine kleine Erklärhilfen hinzufügen.
Los geht's:

1. Entwicklertools in Microsoft Word
Für meine schriftliche Befragung musste noch eine praktische und optisch ansprechende Lösung her. Einfach in der Email die Fragen zu schreiben ist meiner Meinung nach nicht optimal und auch ein wenig unprofessionell. Den Fragebogen in Word erstellen schon besser, mit meinen bisherigen Kenntnissen hätte das aber auch nicht gut funktioniert. Vor allem bei der Einstufung einzelner Kriterien in einer fünfstufigen Skala bei der man in eine Tabelle selbst X als Kreuz setzen müsste - nee das schaut nicht gut aus. Darum habe ich mich ein wenig umgesehen und versucht herauzufinden, ob es Möglichkeiten gibt einen Fragebogen mit Kästchen zum Anklicken, bei denen dann von Selbst ein X erscheint, zu erstellen. Nach kurzer Suche fand ich heraus: Das ist in Microsoft Word selbst auch möglich! Der Reiter und die Funktionen für Entwicklertools ist in der Standardansicht von Word aber nicht sichtbar und muss erst hinzugefügt werden. Am Anfang hatte ich auch Probleme damit, dass sich die Kästchen anklicken liesen, weshalb ich nach der Funktion "Dokument schützen", beziehungsweise "Bearbeitungseinschränkungen" suchte. Die konnte ich bis heute nicht finden. Stattdessen funktionierte dies aber gut über die Funktion "Gruppieren". Eventuell liegt das an verschiedenen Word-versionen. Komischerweise funktioniert das Anklicken inzwischen auch ohne die Gruppierung eingeschalten zu haben... naja hauptsache es funktioniert. Das Gute an der Gruppierung ist, dass solange sie nicht deaktiviert ist, nichts am Dokument geändert werden kann und nur in vorgesehene Kästchen Texte geschrieben werden können. Für meine Zwecke daher optimal. Bisher kamen vier Fragebögen zurück und keiner hatte Probleme bei der Bearbeitung. Daher: ein großer Pluspunkt für die Nutzung des Tools!!
> Wer meinen Fragebogen sehen möchte, muss sich diesen Beitrag anschauen: Leitfaden
> Wer auch Entwicklertools nutzen möchte, der kann sich, wie ich, hier erstmal einlesen:Forum - Fragebogen mit Kontrollkästchen in Word

2.Padlet
Bei Padlet handelt es sich um eine Art virtuelle Pinnwand, auf der Ideen, Fragen, Dokumente, Links, Erinnerungen, Videos, Bilder und und und abgelegt und visuell schön aufbereitet werden können. Das ganze ist super simple und Dateien können mittels Drag& Drop eingefügt und auch jederzeit verschoben werden. Überdies kann man diese Pinnwand dann mit Freunden teilen oder in seinen Blog einbinden:) Ich habe darüber übrigens auch gelesen, dass Lehrer diese Pinnwand schon manches mal im Unterricht oder für Hausaufgaben genutzt haben. Ein gutes Beispiel dafür könnt ihr euch hier ansehen: Stadtgeschichte Pforzheim
Man kann die Pinnwand entweder ganz öffentlich machen: jeder kann darauf rumpinseln, halb öffentlich: jeder kann sie ansehen aber nicht bearbeiten, man macht sie halbwegs privat , indem man die Pinnwand mit einem Passwort schützt oder voll und ganz Privat: Nur man selbst kann sie sehen. Diese Einstellung finde ich gut, da man je nach Zweck und Ziel die Zugänglichkeit bestimmen kann. Sowieso ist Padlet für mich eine Tolle Möglichkeit der Ideenfindung oder Ergebnisdarstellung!
Ich habe Padlet für die Darstellung meines Interviewleitfadens genutzt. Das Ergebnis seht ihr in diesem Post: Leitfaden

3. Infogram
Eine weitere digitale Pinnwand, die allerings andere Funktionen bietet! Entweder man schreibt nur Texte und Zitate darauf, was visuell natürlich mehr hermacht, als diese in ein einfaches Dokument ohne Farbschema und attraktive Aufmachung zu tippen, oder man nutzt die vorgesehenen Funktionen für Diagramme und "Facts". Bei den Facts kann man auswählen zwischen Pfeil hoch/runter, Stern, Charakter, Kreis uvm.  
Wie das aussehen kann, kann man gut in diesem Beitrag von Elli sehen.

Ich hingegen habe die Darstellung der Diagramme bevorzugt um die Ergebnisse meiner kleinen Analyse zu vergleichen.  
Anschauen könnt ihr euch das am Ende von diesem Post.
Am Besten gefallen hat mir die Möglichkeit mehrere "Sheets" aufbauen auf den Daten einer Grafik zu entwerfen, zwischen denen der Betrachter durch Auswählen einfach hin und herschalten kann. So erhält man eine viel bessere Übersicht als wenn zig Diagramme untereinander dargestellt werden würden. Auch zwecks Vergleichbarkeit bringt diese Darstellungsform Vorteile mit sich. Ich kann es nur empfehlen. Zudem finde ich die Aufmachung und Farbwahl sehr schön :) Daher: Daumen Hoch für Infogram. Probiert es selbst doch einmal aus!

4. Pinterest
Zu guter letzt Pinterest. Einige von Euch kennen dieses Portal mit Sicherheit schon. Ich habe davon auch schon gehört, es bisher aber noch nie genutzt. Deshalb war es mal an der Zeit ;) Auf Blog's von vorherigen Digikomm-Jahrgängen habe ich außerdem einen Pinterest-Button unterhalb jeden Eintrags gefunden, neben den Funktionen den Beitrag auf Facebook&Co zu teilen. Das hat bei mir den typischen: Ich will auch!-Effekt ausgelöst. Also habe ich mich gleich auf die Suche nach Anleitungen gemacht. Eine sehr gute Step-by-Step-Anleitung konnte ich auf dem Blog von Seitenstiche finden. Das Einfügen gelang problemlos und ich feierte mich und meine Fähigkeit einer Anleitung zu folgen schon ein paar Minuten später. Als ich dann den Button ausprobierte war die Begeisterung aber schnell verflogen. Er funktioniert zwar - ich habe mir auch eine eigene Seite bei Pinterest angelegt, aber WIE er funktioniert, nein, das gefällt mir nicht. Wenn man auf den Button unterhalb der Einträge klickt, erhält man eine Übersicht aller Bilder die auf dieser Seite des Blogs sind. Ich war verwirrt und schaute bei andern nach, von denen ich die Idee zu Pinterest hatte und siehe da: Dort war es genauso. Eigentlich wollte ich eine Übersicht aller Bilder auf dem gesamten Blog. Ich überlegt kurz die Beitragsanzahl pro Seite einfach zu erhöhen, entschied mich dann aber dagegen. Die Aufteilung der Einträge auf mehrere Seiten erscheint mit sinnhafter als ein Button unter jedem Eintrag der ein paar Bilder anzeigt und wodurch andere die Möglichkeit haben meine Bilder dann bei Pinterest zu teilen. Irgendwie ist das doch Käse? Bei anderen Blogs macht es wahrscheinlich mehr Sinn, sofern diese mehr Bilder haben, da mein Blog aber sehr Bildkarg ist lohnt sich es nicht. Ich werde auch auf meinem Blog keine Screenshots einbinden, da mir die Rechtslage einfach zu unsicher ist. Hierzu könnt ihr auf Marvins Blog auch nochmal etwas nachlesen. Bei genauerer Überlegung machen Screenshots auf meinem Blog zu meinem Thema auch nur bedingt Sinn. Für Analysen wären solche Bilder schon eher geeignet.
Fazit: Pinterest ist für mich und meinen Blog irgendwie nichts. Dennoch habe ich in der rechten Seitenleiste einen Link zu meiner Pinterest-Seite eingefügt, über den ihr alle Bilder meines Blogs anschauen könnt. 
Für diesen Button  Pin It  unterhalb jeden Beitrages heißt es aber byebye!
(wenn ihr auf den Button klickt, sehr ihr das von mir Beschriebene Problem)

Dienstag, 4. Februar 2014

Vorstellung + Analyse Untersuchungsgegenstände

Ein weitere Punkt der aussteht, soll heute endlich behandelt werden: Die genauere Vorstellung meiner Untersuchungsgegenstände.
Da ich es sehr spannend finde zwischen den Social Media-Auftritten der regioanlen und überregionalen Zeitungen Vergleiche zu ziehen und das auch bei der Auswertung später vorhabe, möchte ich bei der Vorstellung der Zeitungen genauer darauf eingehen und habe deshalb eine kleine Analyse zu den Social-Media-Auftritten der jeweiligen Zeitung durchgeführt.
Zunächst stelle ich die Informationen und Zahlen jedoch einzeln vor. Erst im Anschluss daran folgt eine für einen Vergleich angemessene Darstellung.

Einzeldarstellung


Überregionale Tageszeitungen:

FAZ: Frankfurter Allgemeine Zeitung

- gehört zum Verlag Frankfurter Allgemeine Zeitung²
- gegründet am 01.11.1949 ³
- Sitz: Frankfurt am Main ³
- Auflage: 329.705 verkaufte Stück im 4.Quartal 2013 (IVW)²
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 SZ: Süddeutsche Zeitung

- gehört zur Süddeutsche Zeitung GmbH²
- gegründet am 06.10.1945 ³
- Sitz: München³
- Auflage: 400.647 verkaufte Stück im 4.Quartal 2013 (IVW)²
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TAZ: die tageszeitung

- gehört zur TAZ Verlags- & Vertriebsgesellschaft²
- gegründet 1979³
- Sitz: Berlin³
- Auflage: 58.121 verkaufte Stück im 4.Quartal 2013 (IVW)²
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Twitter:
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- insgesamt 25.100 Tweets
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Regionale Tageszeitungen:

freies Wort

- gehört zur Suhler Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG²
- gegründet am 1952 ³
- Sitz: Suhl³
- Auflage: 36.703 verkaufte Stück im 4.Quartal 2013 (IVW)²
- Genutzte Social-Media-Kanäle:
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- 36 Posts vom 20.01-03.02.2014 -->   im Durchschnitt 2,4 Posts/Tag
Twitter:
- 1.561 Follower
- insgesamt 8.157 Tweets
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- in den Kreisen von 43 Personen
- 44 "+1"  

Fränkische Nachrichten

- gehört zur fränkischen Nachrichten Verlags-GmbH²
- gegründet 1946³
- Sitz: Tauberbischofsheim³
- Auflage: 25.868 verkaufte Stück im 4.Quartal 2013 (IVW)²
- Genutzte Social-Media-Kanäle:
Facebook:   
- 10.535 "Gefällt mir"
- 57 Posts vom 20.01-03.02.2014 -->   im Durchschnitt 3,80 Posts/Tag
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- in den Kreisen von 38 Personen
- 49 "+1"

Offenbach-Post

- gehört zum Pressehaus Bintz Verlag GmbH & Co.KG²
- gegründet am 1979³
- Sitz: Offenbach³
- Auflage: 37.698 verkaufte Stück im 4.Quartal 2013 (IVW)²
- Genutzte Social-Media-Kanäle:
Facebook:   
- 3.466 "Gefällt mir"
- 100 Posts vom 20.01-03.02.2014 -->   im Durchschnitt 6,67 Posts/Tag
Twitter:
- 744 Follower
- insgesamt 5.953 Tweets
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- in den Kreisen von 30 Personen
- 60 "+1"  

Vergleichende Darstellung

Da dies sehr viele Daten sind, die in einem Blick kaum erfassbar sind, auch aufgrund der großen Anzahl der Untersuchungsgegnstände, folgt nun eine visuell attraktivere Darstellung die Möglichkeit für Vergleiche bietet. Die Idee zu dieser schöneren und übersichtlichere Darstellung stammt erneut von Ellis Blog, die das Tool "Infogram" bereits ausprobiert hat. Und nun gehöre auch ich zu den Infogram-Nutzer ;)

Unterhalb der Darstellung findet ihr noch ein paar Kommentare und Anmerkungen meinerseits.


Für mich gab es ein sehr auffälliges Ergebnis, das vielleicht auch auf die Auswertung Einfluss haben könnte. Es handelt sich hierbei um Diagramm2, Durchschnitt nach Zeitungstyp. Meine  Untersuchungsgegenstände der regionalen Zeitungen posten nur halb so viel wie die der überregionalen Zeitungen. Klar ist an diesem Punkt zu sagen: ich habe zufällige zwei Wochen ausgewählt - praktikscherweise die vergangenen zwei Wochen - und es ist fraglich ob sich das Ergebnis auf die Postanzahl und Postgewohnheiten im ganzen Jahr übertragen lässt. Da ich aber drei Zeitungsauftritte pro Bereich für zwei Wochen analysiert habe, vermute ich eine relativ wahrheitsgetreue Abbildung der Post-Häufigkeit erreicht zu haben. Fazit demnach: Überregionale Zeitungen die auch eine höhere Auflagenzahl haben, posten doppelt so häufig wie regionale Zeitungen in Facebook und haben auch etliche mehr Fans ( Überregional im Durchschnitt auf allen Plattformen: 91.838, Regional fast 30mal weniger: 3.165). Bei der finalen Auswertung der Interviews werde ich darauf achten, ob es auch größere Unterschiede zwischen Zielen und Absichten bei den Kommunikationsprozessen der Zeitungen auf Social Media gibt. Unter Umständen haben kleine Zeitungen nicht nur weniger Follower und Posts sondern eventuell damit einhergehend auch andere angestrebte Kommunikationsprozesse.

Ein überraschendes Ergebnis für mich war noch Diagramm 3, Durchschnitt Plattformen. Sprich die durchschnittliche Follower-Anzahl meiner Untersuchungsgegenstände je nach Plattform. Dabei hat Twitter die meisten Follower. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Fakt den Beweggründen der Nutzung der Rezipienten zuzuschreiben ist. Facebook hat die wenigstens Follower der Zeitungsplattformen eventuell deshalb, weil der Nutzungsgrund dieser sozialen Plattform der Ausstausch mit Freunden ist. Man möchte jeden Tag erfahren was bei den Bekannten und Verwandten los ist, wo sie stecken und was sie machen. Bei Twitter und wahrscheinlich auch Google+ steht im Gegenzug dazu eher die Information im Vordergrund. Man abonniert daher die Tweets von Zeitungen und hält sich so über das Weltgeschehen auf dem Laufenden. Meine Annahme wird vom Aufbau und den Funktionen von Twitter unterstützt, da die private Nachrichtenübermittlung auf Twitter im Gegensatz zu Facebook nicht möglich ist.

Ich weiß das ist eine gewagte Annahme... daher die Frage: wie würdet Ihr euch die Zahlen erklären?


Quellenverzeichnis:
  • ² IVW:Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V., URL Suchfunktion: http://daten.ivw.eu/index.php?menuid=15&u=&p=
  • ³ Facebook: jeweiliger Facebook-Auftritt der Zeitungen mit Info-Seite
  • Rest: Facebook, Twitter, Google+ und Youtube-Kanal der jeweiligen Zeitung, URL's jeweils im zugehörigen Text, zuletzt abgerufen am 04.02.2014, 14.55Uhr.

Montag, 3. Februar 2014

Leitfaden

Hallo meine Lieben,
wie angekündigt steht noch die Vorstellung meines Leitfadens im Raum. Das möchte ich mit diesem Post nachholen.

Bei der Erstellung meines Leitfadens für die schriftlichen Interviews habe ich zunächst die Unterteilung in zwei Bereiche getroffen:
1. Einen ersten, freien Teil - hier wurden offene Fragen zur Social Media Nutzung gestellt. Es gab also keine Antwortvorgaben. Es war wichtig die Fragen von diesem Teil als erstes zu Stellen, damit der Interviewpartner unvoreingenommen, also unbeeinflusst vom zweiten, konkreteren Teil, antworten kann. Da es sich um ein schriftliches Interview handelt, fehlt wie in diesem Post (Methodisches Vorgehen)  beschrieben, eine Kontrollinstanz und es ist daher natürlich nicht ausschließbar, dass der Interviewpartner vorher sich alle Fragen angeschaut hat.

2. Einen konkreteren, Abfrage Teil - Im zweiten Teil ging es um eine konkretere Abfrage einzelner Ziele und Zwecke, sprich es gibt Antwortvorgaben. Diese habe ich im Vorfeld erarbeitet und bereits in diesem Post, zu den ausgewählten Kommunikationsprozessen meiner Untersuchung, vorgestellt und näher erläutert. Die Befragten sollten in diesem Teil die einzelnen Kommunikationsprozesse beurteilen. Hierzu stand eine fünf-stufige Skala zur Verfügung (Ziel - eher Ziel - Weder noch - eher kein Ziel - kein Ziel) und die Möglichkeit wurde angeboten "weiß nicht" oder "Keine Angabe" auszuwählen. Zusätzlich wurden die Befragten um Begründungen oder Beispiele gegebeten.

Das gesamte Dokument habe ich in Word mittels "Expertentools" erstellt. Mit diesem Tool ist es möglich, Fragebögen und Formulare in Word zu kreieren und Kästchen zum Ankreuzen oder Felder für Texte einzufügen. Nach dem Gruppieren des Fragebogens, kann der Empfänger des Dokumentes (sofern er die Gruppierung nicht wieder aufhebt) auch keine Änderungen am Fragebogen vornehmen und nur an den Stellen Texte schreiben, an denen dies vorgesehen ist, beziehungsweise nur dort Kreuze setzen, wo auch Kästchen angebracht sind. Diese Funktion sehe ich als großen Vorteil bei der Befragung, auch hinsichtlich der Usability für die Befragten, da so klar ist, wo Texte geschrieben werden und Kreuze gesetzt werden sollen. Dies kann durch einfach Anklicken geschehen und es muss nicht ein X oder ein anderes Zeichen auf der Tastatur in Beispielsweise eine Tabelle eingetragen werden, was im Endeffekt recht umständlich wäre. Somit ein gutes, praktisches und vor allem nützliches Tool!

Das konkrete Dokument kann hier heruntergeladen und eingesehen werden (keine Angst, es handelt sich um den Public-Ordner meiner Dropbox).

Wer es sich lieber ohne Download ansehen möchte, für den habe ich hier eine Zusammenstellun des Anschreibens und des Leitfadens auf eine virtuellen Pinnwand gezaubert.
Die Idee mit Padlet habe ich von Ellis Blog hier - vielen Dank dafür an dieser Stelle ;) 



Inzwischen ist schon einige Zeit seit Versenden der Interviewleitfäden vergangen. Mein Erhebungszeitraum wird daher auch bald beendet sein. Leider habe ich bisher erst ein ausgefüllten Bogen zurück erhalten und zwei Email-Antworten mit der Bitte um eine Erinnerung Anfang Februar, da die Zuständigen erst dann wieder zeitlich für solche Dinge verfügbar sind. Neben diesen erwünschten Erinnerungsmails werde ich mich in den nächsten Tagen auch noch einmal an diejenigen wenden, von denen bisher keine Antwort kam. Eventuell ist meine Email am Jahresanfang "einfach" bloß untergegangen...

Daher: Drückt mir die Daumen für die restliche Zeit;)



Freitag, 24. Januar 2014

Methodisches Vorgehen

Wie in meinen vorherigen Beiträgen ersichtlich wurde, mache ich ein schriftliches Interview. Um mein methodisches Vorgehen jedoch noch einmal genauer zu beleuchten, erfolgt hier eine kurze Zusammenfassung:

Mit der Erfoschung von Kommunikationsprozessen und Ziele von Zeitungen in Social Media befinden wir uns im Bereich der Primärforschung. Zwar gibt es schon einige Literatur zu Unternehmen in Social Media, vor dazu, wie man es am erfolgsversprechendsten nutzt, oder auch einige Studien, sowie die Studie von Bitkom, die ich in diesem Beitrag vorgestellt habe, konkrete Forschungen oder Ergebnisse zu Zeitungen in Social Media, sind leider nicht auffindbar.

Entsprechend der Primärforschung bewegen wir uns außerdem vordergründig im Bereich der qualitativen Forschung. Allerdings strebe ich einen Mix zwischen quantitativer und qualitativer Erhebung an. Einerseits wird die Frage nach Prozessen und Zielen offen gehalten, in einem zweiten Teil beschäftige ich mich aber mit den Prozessen und Zielen von Unternehmen allgemein und werde diese ebenfalls abfragen.

Da ich nur eine Erhebung zu einem Zeitpunk vornehme ist dies außerdem ein Querschnitt. Eine anschließende Längsschnittstudie und die Überprüfung in etwa fünf Jahren, inwieweit sich die Gründe und Ziele geändert haben, wäre aber sehr interesannt und gibt Anlass zu weiteren Forschungsarbeiten.

Da mein Forschungsinteresse bisher relativ wenig erforscht worden ist und da oft Ziele und Umsetzung/ Erscheinungsbild Unterschiede aufweisen, werde ich keine Inhaltsanalyse vornehmen sondern mir eine Experten-Befragung zu Nutzen machen. Zum Verständnis noch einmal kurz: Ich könnte mit Theorie zu Unternehmen in Social Media eine Analyse der Social-Media-Kanäle von Zeitungen vornehmen, dabei würden allerdings neue Aspekte verloren gehen, ich würde nur auf bisherigen Feststellungen aufbauen, die zudem nicht zeitungsspezifisch sind und ich würde mir nur die Umsetzung anschauen, unter Umständen aber nichts über die eigentlichen Ziele und Prozesse erfahren. Um genau Informationen zu erhalten, ist es daher wichtig "an der Quelle" anzusetzen und die Social Media-Zuständigen direkt zu fragen. Eine anschließende Analyse der Kanäle und ein Vergleich der gesetzten Ziele und der tatsächlichen Umsetzung/Wirkung ist dabei nicht auszuschließen, sondern sogar empfehlenswert für die weitere Forschung.

Datenerhebungsmethode wird ein schriftliches Interview sein. Dabei verwende ich eine netzbasierte- beziehungsweise Online-Befragung. Meine Fragebögen werden per E-Mail an meine Untersuchungsgegenstände verschickt (vgl. Scholl, 2003, S. 46). Dabei habe ich darauf geachtet, konkrete Personen ausfindig zu machen, die für die Social Media-Betreuung zuständig sind, damit die Emails von Ihnen bearbeitet werden und nicht von Person zu Person weitergeleietet werden und dabei verloren gehen.
Die schriftliche Befragung per Mail bietet sich deshalb sehr gut an, da der Aufwand hinsichtlich organisatorischen, finanziellen und zeitlichen Faktoren viel geringer ist, als beispielsweise bei einer mündlichen Befragung, bei der Telefonkosten entstehen und Termine vereinbart werden müssen. So kann mir geantwortet und das Interview gemacht werden, sobald der Interviewpartner Zeit dafür findet - hier steht also ganz eindeutig der Vorteil der Flexibilität. Auch die geografische Entfernung spielt somit keine Rolle und kann einfach überwunden werden - die Zielperson ist also gut erreichbar.
Desweiteren können durch eine schriftliche Befragung externe Effekte ausgeschlossen werden, wie beispielsweise Interviewfehler oder soziale Erwünschtheit (vgl. Scholl, 2003, S. 47f.; vgl. Atteslander, 2003, S. 175).
Um auch die Nachteile zu nennen, ist die Rücklaufquote bei einer schriftlichen Befragung in der Regel geringer als bei Interviews in beispielsweise mündlicher Form. Ursachen dafür sind meist unbekannt, der Fragebogen kann zum Beispiel einfach vergessen werden (vgl. Scholl, 2003, S. 49). Um den entgegenzuwirken werde ich allen Interviewpartnern noch einmal eine Erinnerungsmail zukommen lassen.
Ein weiterer Nachteil ist die unkontrollierte Befragungssituation. Es gibt keine Garantie dafür, wer den Fragebogen ausfüllt beziehungsweise mit wessen Hilfe oder dass der Fragebogen gemäß der Vorgaben ausgefüllt wird oder die Reihenfolge eingehalten wird. Spontane Antworten sind zudem seltener, da der Befragte sich vorab den ganzen Fragebogen ansehen kann und über seine Antworten nachdenken kann (vgl. Scholl, 2003, S. 50.; vgl. Atteslander, 2003, S. 175). Der letzte Punkt ist für einige Interviewpartner allerdings auch der angenehmere Weg, weshalb manche für ein Interview in schriftlicher Form offener sind.
Als letzter Nachteil ist noch die fehlende Möglichkeit von direkten Nachfragen aufgrund von Verständlichkeitsproblemen zu nennen (vgl. Scholl, 2003, S. 50; vgl. Atteslander, 2003, S. 175). Dieses Problem habe ich allerdings durch einfache Formulierungen probiert zu umgehen und durch die Aufforderung bei Nachfragen mich telefonisch oder per Mail zu kontaktieren und auch umgekehrt - bei Verständnisproblemen der Antworten, den Interviewpartner nachträglich zu kontaktieren.

Die Mails incl. Fragebogen wurden bereits vor einigen Tagen verschickt. Ich bin sehr gespannt, wie die Rücklaufquote sich bei mir gestalten wird und welche Ergebnisse zu Tage kommen.
Definitiv werde ich aber noch einmal eine Erinnerungsmail an alle Interviewpartner versenden.
Bis dahin darf man gespannt bleiben!


Quellenverzeichnis:
  • Atteslander, P. (2003): Methoden der empirischen Sozialforschung, 10. Auflage. Berlin: Walter de Gruyter
  • Scholl, A. (2003): Die Befragung. Sozialwissenschaftliche Methode und kommunikatinswissenschaftliche Anwendung. Konstanz: UVK